Bavaturka

Herzstück der „Unterbiberger Hofmusik“ ist das Ehepaar Irene und Franz Josef Himpsl mit ihren drei Söhnen Xaver, Ludwig und Franz – bis auf den erst 9-jährigen Franz junior allesamt studierte Musiker. Heimat dieser hochmusikalischen Familie ist eine umgebaute, historische Schnapsbrennerei in Unterbiberg, ein in unmittelbarer Nachbarschaft zu München gelegenes, urbayrisches Örtchen. Soweit, so traditionell. Doch seit nunmehr über fünfzehn Jahren überschreiten die Himpsls souverän und selbstbewusst musikalische Grenzen. Immer mit allem Respekt vor den Ursprüngen und mit großem Wissen um ihre Wurzeln. Gemeinsam mit hochkarätigen Gästen, oder sagen wir besser Freunden der internationalen Musikerelite, entstehen Kompositionen und Arrangements, die gleichermaßen irritieren wie begeistern.

Startschuss zu dieser kongenialen Zusammenarbeit liefert 1994 der brasilianische Startrompeter Claudio Roditi. Nach seinem Auftritt in der Münchner Unterfahrt ist er zu Gast bei den Himpsls in Unterbiberg. So entsteht aus einer privaten Session zuerst die „Schnapsidee“ des gemeinsamen Projektes – und nur wenige Monate später, die erste CD „Bajazzo“ auf dem neu gegründeten Label Himpsl Records. Einmal angestoßen, gerät der vielzitierte Stein damit ins Rollen, in seiner Spur fünf weitere CDs, entstanden in enger Zusammenarbeit mit Topleuten ihrer Genres wie Andrew McNaughton, Jay Ashby, Matthias Schriefl und Şeref Dalyanoğlu. Genremäßig kaum verortbar sind diese Produktionen und animieren Fachleute aus Musik und Medien zu gewagten Wortkreationen wie Tradi-Mix und Trachtenjazz – indes eine stetig wachsende Fangemeinde den Unterbibergern folgt und begeistert applaudiert…

 


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